Was bedeutet Alkoholkrankheit?

Alkoholkrankheit bedeutet die Abhängigkeit der psychotropen Substanz Ethanol.

Die Beschaffung und der Konsum von Alkohol bestimmen das Leben und den Alltag zunehmend. Dies ist ein schleichender Prozess, der sich über Jahre, gar Jahrzehnte hinziehen kann. Typisch ist der Verlust der Kontrolle über den Konsum, das Leugnen des Suchtverhaltens und das vernachlässigen früherer Hobbys.

 

Professor Jellinek unterscheidet 5 verschiedene Gruppen von Trinkern:

  1. Der ALPHA Trinker: Probleme und seelische Spannungen sind die Ursache für das Trinken. Im Alkohol werden Entspannung und Erleichterung gesucht und gefunden. Die Trinker sind seelisch (psychisch) vom Alkohol abhängig. Sie schädigen auf die Dauer ihre Gesundheit, ihre Persönlichkeitsentfaltung und ihre Familie.
  2. Der BETA Trinker: Die Beta-Trinker übernehmen gesellschaftliche und/ oder berufliche Trinkmuster. Sie können bei jeder Gelegenheit zum Alkoholtrinken verführt werden. Sie sind Gewohnheitstrinker, deren Alkoholkonsum zu gesundheitlichen Schäden führt.
  3. Der GAMMA Trinker: Durch das erste Glas Alkohol wird in Gamma-Trinkern ein unzähmbares Verlangen nach immer grösser werdenden Alkoholmengen ausgelöst. Die Trinker verlieren jede Kontrolle über ihren Verbrauch. Zur seelischen (psychischen) Abhängigkeit tritt später die körperliche (physische).
  4. Der DELTA Trinker: Die Delta-Trinker sind unfähig, sich des Alkohols zu enthalten. Sie brauchen eine tägliche Alkoholmenge, die allmählich zunimmt. Sie sind körperlich vom Alkohol abhängig und haben ohne Alkohol starke Krankheitserscheinungen, wie Zittern der Hände, Schlaflosigkeit, Durchfall, Angstgefühle und Schweissausbrüche.
  5. Der EPSILON Trinker: In regelmässig auftretenden Zeitabständen müssen die Epsilon-Trinker Alkohol trinken. Dieses periodisch vorübergehende Auftreten der Trinksucht nennt man Dipsomanie. Die Epsilon-Trinker handeln dranghaft und trinken krankhaft alles, was Alkohol enthält.

Anmerkung meinerseits:

Es gibt aber auf jedenfall sogenannte MISCHTRINKER!!! Nicht jeder Mensch ist gleich, wenn das so wäre, gäbe es keine Alkoholkranken, denn dann gäbe es ein Heilmittel!!!

Mögliche folgen der Alkoholkrankheit

Körperlich/Gesundheitlich:

Übermäßiger Alkoholkonsum betrifft den gesamten Organismus. Mit am schlimmsten trifft es dabei die Leber. Die Schäden reichen von Leberschwellungen, Fettleber bis hin zur Leberzirrhose. Außerdem können Herzschäden, Muskel- und Nervenerkrankungen sowie Kreislauferkrankungen entstehen. Die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten nimmt zu, Stoffwechselstörungen und Entzündungen an Schleimhäuten, Nieren und Harnwegen treten vermehrt auf. Nicht ausser Acht zu lassen ist die Bauchspeicheldrüse, wenn diese betroffen ist, dann führt dies oft auf die Intensivstation.

Psychisch:

Alkoholmissbrauch schädigt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Die Persönlichkeit verändert sich. Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit und Interessenverarmung sind die ersten Anzeichen. Im fortgeschrittenen Stadium können Verfolgungswahn, Desorientierung und die Häufung erfundener Erzählungen (“Korsakow-Syndrom”) auftreten. Es besteht erhöhte Selbstmordgefahr.

"Zwischenmenschlich":

Alkoholmissbrauch betrifft IMMER die gesamte Familie, den Freundeskreis, die Arbeitskollegen usw.Viele Beziehungen gehen kaputt, die Leute in der nächsten Umgebung kapseln sich ab. Der Betroffene zieht sich meist von selbst zurück, meist aus scham, oft aber ist sich der Betroffene noch garnicht dessen Bewusst das er krank ist (Krankheitseinsicht ist noch nicht vorhanden). Fakt ist: Solange keine Krankheitseinsicht vorhanden ist wird der Alkoholerkrankte irgendeine Form der Therapie oder Behandlung beginnen...

Co-Abhängigkeit

Co-Abhängigkeit bezeichnet ein umstrittenes psychatrisches Konzept, nachdem manche Bezugspersonen eines Suchtkranken dessen Sucht durch ihr Tun und Unterlassen zusätzlich fördern und/oder selber darunter in irgendeiner Form leiden. Quelle: Wikipedia/Co-Abhängigkeit

Sicherlich ein wichtiges Thema, meine Meinung dazu: Natürlich ist JEDER der alltäglich mit einem Alkoholkranken zutun hat in einer Art und Weise beeinflusst, ob das dann gleich eine Co-Abhängigkeit bedeutet, wage ich zu bezweifeln...ist jedem selbst zu überlassen wie darüber gedacht wird, wie auch bei den Betroffenen selbst ist es auch hier immer der einzelne Fall der das entscheidet.


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